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Sa, 01.12.2018

Drei Sekunden fehlen zum Auswärtsglück

Unglückliches Ende in Schwenningen: Die OrangeAcademy verliert durch einen Dreier drei Sekunden vor Schluss mit 75:74 (30:42) / Hohe Führung aus der Hand gegeben

Manchmal ist Sport bitterböse. Fast 40 Minuten hatte die OrangeAcademy am Samstagabend in Schwenningen geführt und den Tabellenzweiten dabei phasenweise an die Wand gespielt. Doch am Ende reichte auch die 20-Punkte-Führung, die die Ulmer Mitte des dritten Viertels angesammelt hatten (32:52), nicht zur großen Überraschung. Stattdessen drehten die zuhause ungeschlagenen „Panthers“ in den Schlussminuten auf und brachten sich mit einem 11:3-Run zurück ins Spiel. Schwenningens Flügelspieler Sergey Tsvetkov war es dann, der sein Team drei Sekunden vor Schluss per Dreier zum 75:74-Sieg warf. „Diese Niederlage ist sehr frustrierend. Wir haben Schwenningen heute über drei Viertel dominiert, hatten dann aber in den Schlussminuten einige mentale Aussetzer, die der Gegner knallhart bestraft hat“, resümierte Academy-Coach Danny Jansson. Nach zuletzt drei Siegen endet damit die Erfolgsserie der Donaustädter.

„In den letzten Minuten hatten wir leider einige mentale Aussetzer, die Schwenningen knallhart bestraft hat.“ - Danny Jansson

Spielverlauf: Dreier durch Pape und Mittmann eröffneten verheißungsvolle Auftaktminuten beim Tabellenzweiten (4:8, 3. Minute). Und der Distanzwurf blieb Ulms Geheimwaffe: Nachdem Schwenningen sich zwischenzeitlich die Führung zurückerkämpft hatte (17:16, 7.)., brachten zwei weitere Dreier Ulm die 17:23-Viertelführung. Und nun schoss sich die OrangeAcademy so richtig in Laune: Während bei den „Panthers“ allein Bill Borekambi (12 Punkte bis zur Halbzeit) offensiv Akzente setzte, lief auf Ulmer Seite fast alles zusammen. Ein Dreier von Marius Stoll, Freiwürfe von Till Pape und ein Jumper von Moritz Krimmer setzten den Schlussakkord auf dem Weg zu einem 5:19-Start ins zweite Viertel. Als Nico Bretzel einen Korbleger kraftvoll abschloss, stand die Ulmer Führung bei satten 19 Zählern (23:42, 17.). Erst auf der Zielgeraden der Halbzeit fing sich Schwenningen: Ein 7:0-Run zum 30:42 brachte die Gastgeber wieder auf Schlagdistanz.
 
Doch es blieb ein kurzes Aufflackern – denn nach der Pause war wieder Ulm am Zug: Nils Mittmann stellte die Uhr zurück und hob die Ulmer Führung mit acht Zählern im Alleingang auf 20 Zähler an (32:52, 24.). Es entwickelte sich nun eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Nach der höchsten Führung des Spiels blieb Ulm vier Minuten lang ohne Korberfolg, während Schwenningen mit einem 11:0-Run das Mommentum zurückgewann (43:52, 27). Doch näher als bis auf 9 Zähler kam der Favorit nicht – denn Ulm hatte in dieser Phase immer eine Antwort parat. So zunächst auch im Schlussviertel: Nach einem Pape-Freiwurf stand die Gäste-Führung sechs Minuten vor Schluss bei 13 Zählern (54:67). Doch dann nahm das Drama seinen Lauf: Ein 11:3-Lauf brachte die „Panthers“ mit 120 Sekunden auf der Uhr auf 69:71 heran. Philipps und Stoll hielten per Freiwurf und Sprungwurf dagegen (69:74, 39.). Schwenningen aber setzte den letzten „punch“: Nach dem Anschluss zum 72:74 war es ein Dreier von Sergey Tsvetkov, der den Schwarzwäldern drei Sekunden vor Schluss die erste Führung seit dem 17:16 bescherte   
 
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Das ist eine sehr frustrierende Niederlage. Wir haben Schwenningen heute über drei Viertel dominiert, hatten Kontrolle über das Tempo und haben den Gegner aus seiner Komfortzone gezwungen. In den letzten Minuten hatten wir dann leider einige mentale Aussetzer, die Schwenningen knallhart bestraft hat. Im letzten Schwenninger Angriff haben wir es zudem versäumt zu foulen. Ich hoffe, dass uns diese Niederlage eine Lehre sein wird. Nichtsdestotrotz: Über drei Viertel war heute zu sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ 
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