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Donnerstag, 25. Juni 2026

ProA wir kommen

Die OrangeAcademy stellt sich der Herausforderung der zweiten Basketball-Bundesliga. Das Nachwuchsteam der Uuulmer geht mit dem jüngsten Team in den Wettbewerb mit Traditionsclubs und Millionen-Etats.

Gießen, Artland Dragons, Göttingen, Leverkusen oder das Derby mit den Crailsheim Merlins – klingende Namen bei Heimspielen am OrangeCampus. Die OrangeAcademy mitten im Konzert der Traditionsclubs und ambitionierten Profiteams. Lange Zeit war nicht sicher, ob und wie das Nachwuchsteam der Ulmer den vielfältigen sportlichen und organisatorischen Herausforderungen der zweithöchsten Spielklasse in Deutschland begegnen kann. Trotz einiger großer Fragezeichen haben die Ulmer getreu ihrer Devise entschieden: Leistung soll belohnt werden. Deswegen war der Weg nach dem Finaleinzug in der ProB und dem damit verbundenen, sportlichen Aufstieg in die ProA eigentlich klar… wenn da inzwischen nicht viele Dinge eine Rolle spielen würden, die man zunächst gar nicht auf dem Zettel hat.

Vom Aufstiegstraum in die Realität
Zum einen der europäische Aderlass an die US-Colleges: exorbitant gewachsene Verdienstmöglichkeiten und die Sogkraft des US-Basketballs ziehen junge Spieler aus der ganzen Welt fast schon magisch an. Allein aus der letztjährigen OrangeAcademy-Mannschaft wechseln bisher drei Leistungsträger in die NCAA. Die nächsten Hürden sind hausgemacht: Die 2. Liga hat in den letzten Jahren die Teilnahme von Farmteams – also den Nachwuchsteams der Bundesligisten – spürbar erschwert. Alle Vorgaben müssen bis ins kleinste Detail umgesetzt werden, obwohl viele Dinge bereits durch den Erstligisten abgedeckt wären. Auch daran, ob der MainCourt des OrangeCampus ProA-tauglich gemacht werden kann, wurden von Liga-Seite erhebliche Zweifel formuliert. Alle Optionen wurden in den letzten Wochen akribisch geprüft, ein Lizenztausch mit Leitershofen stand genauso im Raum wie eine Rückgabe der Spielberechtigung. 
Uuulm - unterschätzt und unaufhaltsam
Am Ende hat mal wieder Uuulmer Beharrlichkeit – manche nenne es auch Sturheit - gesiegt. „Geht nicht“ gibt’s bei uns nicht. Nach komplexen Planungen, mannigfachen Prüfungen des OrangeCampus als Spielort sowie vielen Überlegungen zum Kader und zur Ausrichtung haben wir entschieden: Wir treten mit dem wahrscheinlich jüngsten Team aller Zeiten in der ProA an, spielen gegen Mannschaften mit großen Ambitionen und Millionen-Etats. Alles verbunden mit dem klaren Ziel, unsere jungen Talente optimal auszubilden – auch wenn wir wissen, dass der Sprung in die ProA für den einen oder anderen sich sehr anspruchsvoll gestaltet, vielleicht zunächst sogar zu groß erscheinen könnte. Am Ende wächst man an der Herausforderung. Das gilt fürs Team ebenso wie für uns als Organisation.

Jetzt erst recht - volle Kraft voraus 
Nachdem die Entscheidung endgültig gefallen ist, werden wir nun anpacken, den Etat so zu steigern, dass wir eine Chance haben, auch in der ProA wettbewerbsfähig zu sein – und vielleicht nicht mit unseren 9-Sitzern nach Bremerhaven fahren zu müssen. Parallel wird der MainCourt des OrangeCampus bis Anfang September ProA-tauglich umgebaut. 

Details zum Spielbetrieb folgen. Wir freuen uns auf alle Fälle gewaltig darauf, mit den jungen Wilden der OrangeAcademy und ihren Fans in unserem Wohnzimmer rauschende Basketballfeste zu feiern. 
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