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So, 03.02.2019

Furioser Start, ekstatisches Finale!

Mit Überraschungsstarter David Krämer dominiert die OrangeAcademy in Erfurt das Auftakt- und Schlussviertel und ist nach dem 59:81-Sieg zurück auf einem Playoff-Platz.

Alles andere als gewöhnlich – das traf in jeder Hinsicht auf das Ulmer Gastspiel in Erfurt zu. Die erste Überraschung gab es schon vor dem Tipoff: Bundesliga-Profi David Krämer – der vor Saisonbeginn für Ausnahmefälle mit einer Doppellizenz ausgestattet worden war – stand erstmals in dieser Saison im Aufgebot der OrangeAcademy. „Davids Nominierung war nicht geplant, wurde auf Grund der Verletzungsmisere zuletzt aber immer akuter“, so Head Coach Danny Jansson, der in Erfurt erneut auf vier Spieler (Lanmüller, Krimmer, Möbus, Fazekas) verzichten musste. 
 
Mit Krämer in der Starting-Five preschten die Gäste prompt zu einer 2:19-Führung, die aber nur vorübergehend Bestand hatte: Im weiteren Spielverlauf verloren foulgeplagte Gäste peu-a-peu ihren Vorsprung, ehe Erfurt in der 28. Minute erstmals in Führung ging (49:48). Doch das Schlussviertel bot noch einmal eine spektakuläre Wendung: Nach insgesamt lediglich 25 Punkten in Viertel zwei und drei machten 31 Ulmer Punkte im vierten Abschnitt – von denen Rückkehrer Marius Stoll 11 erzielte – aus einem Kopf-an-Kopf-Rennen einen Blowout-Sieg für die OrangeAcademy. „Es war ein verrücktes Spiel“, kommentierte Coach Jansson den 59:81-Erfolg. „Wir sind energisch gestartet, haben unseren Rhythmus danach aber völlig verloren. Dass wir am Schluss so zurückschlagen konnten, freut mich für die Mannschaft und ganz besonders für Marius Stoll“, so Jansson.        

„Es war ein verrücktes Spiel mit guten und sehr schlechten Phasen.“ - Danny Jansson

Spielverlauf: Das Schlüsselspiel im Playoff-Rennen begann mit einem Paukenschlag: BBL-Profi David Krämer stand nicht nur in der Starting-Five, sondern fügte sich ein, als wäre er nie weg gewesen. Mit 10 Krämer-Punkten überrollten die Gäste Erfurt in der Anfangsphase und setzten sich bis auf 17 Punkte ab (2:19, 4. Minute). Auf den Blitzstart folgte dann aber schnell Leerlauf: Während Ulm viertelübergreifend fünf Minuten ohne Korberfolg blieb, konnte sich Erfurt auf 15:25 annähern (13.). Und dann kamen die Hausherren ins Rollen: ohne Krämer – der sich früh sein drittes Foul einhandelte – musste Ulm einen 10:1-Lauf über sich ergehen lassen, der die „Löwen“ zurück ins Spiel brachte (28:30, 19.). 
 
Nach der Pause entwickelte sich eine offene Partie, in der Ulm zunächst die Oberhand behielt – obwohl die Gäste foulgeplagt bzw. in Sachen Freiwürfen (Verhältnis: 21-7) deutlich im Hintertreffen waren. Als Erfurt zweimal erfolgreich von der Dreier-Linie abschloss, wechselte die Führung erstmals den Besitzer (49:48, 28.). Nach einem Ensminger-Layup ging das Spiel 50:50-Pari ins Schlussviertel – und nun nahm der Wahnsinn seinen Lauf: Die ersten Punkte von Marius Stoll starteten eine furiose Phase, in der die Ulmer Erfurt mit 3:26 gegen die Wand spielten. Als die Gastgeber sechs Minuten und acht weitere Stoll-Punkte später ihren zweiten Feldkorb des Viertels erzielten, war Ulm bereits auf 55:74 enteilt (36.). 
 
Danny Jansson: „Es war ein verrücktes Spiel mit guten und sehr schlechten Phasen. Wir sind energisch gestartet, haben unseren Rhythmus danach aber völlig verloren. Erfurt hat im zweiten und dritten Viertel sehr körperlich gespielt. Im letzten Viertel hat Marius Stoll dann einige wichtige Würfe getroffen, die uns viel Schwung gegeben haben. David Krämers Nominierung war nicht geplant, wurde auf Grund der Verletzungsmisere zuletzt aber immer akuter. Er kennt unser System aus den letzten vier Jahren gut, deswegen hat er sich sofort zurechtgefunden.“ 
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