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So, 04.11.2018

Vom Bayer-Zug kalt erwischt

Die OrangeAcademy bringt Tabellenführer Bayer Giants Leverkusen ins Wanken, steht nach der 84:74-Niederlage aber mit leeren Händen da / 16:0-Lauf entscheidet Spiel

Fünf Minuten waren es, über die sich Danny Jansson am Sonntagabend grämen musste. Fünf Minuten in der zweiten Hälfte, die aus einem engen 54:53 ein 70:53 machten – und die OrangeAcademy damit um die Chance auf eine große Überraschung in Leverkusen brachten. „Wir haben heute gezeigt bekommen, wie ein Top-Team Spiele gewinnt“, sagte Coach Jansson nach der 84:74-Niederlage, und konstatierte: „Fünf Minuten und einige schlechte Entscheidungen mussten wir heute teuer bezahlen.“ Dabei hatten die Ulmer die zweite Hälfte hochklassig begonnen: Auch ohne den angeschlagenen Nils Mittmann machten die Gäste um den überragenden Nico Bretzel (25 Punkte, 9 Rebounds) binnen sechs Minuten einen 13-Punkte-Rückstand zunichte und rückten dem Tabellenführer bis auf einen Zähler auf die Pelle. „Auch ohne Nils haben wir in dieser Phase vieles richtig gemacht“, so Danny Jansson. Der anschließende 16:0-Lauf der „Giants“ war dann nichts weniger als eine kalte Dusche. „Trotzdem war unser Auftritt heute positiv. Was uns jetzt noch fehlt, ist Konstanz und Ruhe in kniffligen Situationen“, resümierte der Finne.

„Nach dem Halbzeitrückstand haben wir vieles richtig gemacht. Von dem zweiten Leverkusener Lauf konnten wir uns dann aber nicht mehr erholenn“ – Danny Jansson

Spielverlauf: Die Gäste spielten von Beginn an mutig mit dem Tabellenführer mit. Zwei Freiwürfe durch Nico Bretzel brachten couragierten Ulmern nach fünf Minuten die 9:10-Führung ein. Erst ein 6:0-Lauf mit Ablauf des ersten Viertels sorgte für das erste Leverkusener Polster (21:16). Und nun war der Werksclub im Spiel: Bis ein Dreier durch Marius Stoll die erste Angriffswelle stoppte, war Bayer auf 30:24 enteilt (13.). Drei Minuten später war es erneut ein Dreier, der Ulm etwas Luft verschaffte (37:27, 16.). Insgesamt fand das Jansson-Team in der ersten Hälfte aber selten sein Heil im Distanzwurf (4/16). So zog der Favorit bis zur Pause mit routiniertem Teamplay (16 Assists) auf 47:34 davon. 
 
Doch von diesem Rückstand ließen sich die Ulmer nicht einschüchtern – im Gegenteil: Die Gäste kamen mit einem Mehr an Energie und einem 8:2-Lauf aus der Pause, der den Rückstand binnen drei Minuten auf 49:42 reduzierte (24.). Während Leverkusen nun wackelte, war Ulm im Flow: Ein 8:1-Lauf, den Bretzel mit einem Alley-Oop krönte, brachte die Gäste auf 51:52 heran (17.). Doch die Antwort der Hausherren kam wie ein Donnerschlag: Einige Ulmer Unachtsamkeiten brachten den Bayer-Zug in Gang, der erst fünf Minuten und einen 16:0-Lauf später wieder zum Stoppen kam (70:53, 33.). Symptomatisch für den Ulmer Kampfgeist: Trotz 17 Punkten Rückstand konnten Bretzel und Co. das letzte Viertel noch für sich entscheiden (19:21).     
 
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Wir haben uns heute zweimal in ein Loch gegraben: Vor der Halbzeit-Pause und Ende des dritten Viertels. Von dem ersten Rückstand konnten wir uns zurückkämpfen; in dieser Phase haben wir uns gute Würfe erspielt, solide verteidigt und insgesamt vieles richtig gemacht. Von dem zweiten Leverkusener Lauf konnten wir uns dann nicht mehr erholen. Wir waren auch personell heute dezimiert. Nils Mittmann war nach einer Verletzung in der ersten Hälfte leider nicht mehr einsatzfähig. Ich hoffe, dass er, Till Pape und Mate Fazekas uns bald wieder helfen können.“
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