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Bitteres Ende einer erfolgreichen Saison


Die Saison 2012/2013 ist für die Weißenhorn Youngstars zu Ende. Nach der hauchdünnen 76:79 (52:40) Niederlage im dritten Halbfinalspiel gegen die Bayer Giants Leverkusen sind sie aus den Play-offs der 2. Basketball-Bundesliga ProB ausgeschieden. Die Fuggerstädter warfen zwar in der heimischen Dreifachturnhalle alles in die Waagschale und dominierten lange Zeit die Partie, schafften es aber nicht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Verzichten musste Trainer Tim Lewis gegen Leverkusen auf Doppellizenzspieler Marcel Heberlein, der wegen einer Grippe fehlte. Durch den Einzug ins Finale gegen Schwelm stehen die Bayer Giants nun offiziell als Aufsteiger in die ProA fest.


Es war eine großartige Spielzeit, in der die Weißenhorn Youngstars alle Erwartungen übertreffen konnten. Insgesamt fuhren sie in den letzten Monaten 19 Siege ein und drangen bis ins Halbfinale der Aufstiegsrunde vor. Für einen 20. Erfolg, der für die Teilnahme an den beiden Endspielen berechtigt hätte, reichte es gestern nicht. Am Ende fehlten den Fuggerstädtern nur wenige Minuten für den größten Triumph ihrer Zweitligageschichte. „Das ist eine Niederlage, die sehr schmerzt. Wir hatten heute alle Chancen auf das Finale und waren fest davon überzeugt, dass wir den Vorsprung über die Zeit bringen können“, sagte ein sichtlich enttäuschter Youngstars-Coach Tim Lewis. Die Weißenhorner kontrollierten speziell in der ersten Hälfte die Partie nach Belieben und befanden sich klar auf der Siegerstraße. „Wir haben hervorragenden Basketball geboten und richtig gut getroffen“, analysierte Lewis. Einen echten Sahnetag erwischte auf Weißenhorner Seite Nationalspieler Daniel Theis, der insgesamt fünf der neun Weißenhorner Dreier erzielte und sich zudem 14 Rebounds schnappte. Aber auch die Leverkusener hatten mit Guard Adonte Parker einen Topspieler in ihren Reihen. Er nahm im letzten Viertel das Heft in die Hand und traf alle wichtigen Würfe. Lewis: „Parker ist ein absoluter Ausnahmespieler, den wir am Schluss leider nicht stoppen konnten.“

Die Youngstars legten einen Start nach Maß hin und sorgten durch einen erfolgreichen Distanzwurf von Theis für den ersten Jubel in der Dreifachturnhalle. Mitte des ersten Viertels kamen die Giants allmählich in die Gänge und lagen nach einem Dreier von Marc Raß zum ersten Mal vorne (10:9). Allerdings hielt ihre Führung nicht lange. Gleich im nächsten Angriff brachte Theis per Korbleger die Weißenhorner wieder in Front. In den Folgeminuten kamen weitere Punkte durch Theis, Till Jönke und Brian Butler hinzu. Die Youngstars steigerten sich im Vergleich zum zweiten Spiel der Serie in allen Belangen und überzeugten durch ihren Vollgas-Basketball. Nach den ersten zehn Minuten hieß es 24:18 für Weißenhorn. Auch im zweiten Viertel lief es rund für die Weißenhorner: Philip Vojkovic versenkte nach 17 Sekunden einen Dreier, zwei Minuten später führten die Fuggerstädter bereits mit 34:20. Ihren komfortablen Vorsprung konnte die von Tim Lewis gut eingestellte und aggressiv verteidigende Weißenhorner Mannschaft im gesamten zweiten Viertel halten. Zur Pause sah es beim Spielstand von 52:40 stark nach einer Weißenhorner Finalteilnahme aus.

Nach der 15-minütigen Unterbrechung versuchten die Giants alles, um das Ruder doch noch herumzureißen. Sie zogen jetzt konzentrierter ihre Angriffe durch und erarbeiteten sich bessere Wurfpositionen. Allerdings verteidigten die Youngstars zunächst noch mit aller Macht ihren Vorsprung. Als Butler Mitte des dritten Viertels zum 63:52 traf, standen weiterhin alle Zeichen auf Heimsieg. Erst zum Ende des dritten Abschnitts schmolz der Vorsprung beträchtlich. Äußerst bitter war aus Weißenhorner Sicht ein Dreier von Parker zeitgleich mit der Sirene, der die Giants bis auf fünf Punkte an die Youngstars heranbrachte (69:64). Die Leverkusener Aufholjagd ging auch im letzten Viertel unvermittelt weiter. Sie holten Punkt für Punkt auf und glichen 7:04 Minuten vor der Sirene durch Matthias Goddek zum 72:72 aus. Die etwas müde wirkenden Weißenhorner verpassten es, die folgenden Angriff erfolgreich abzuschließen. Besser machten es die Gäste, die einen 7:0-Lauf zum 79:72 hinlegten. Eine Minute vor Spielende kamen die Youngstars aber nochmals zurück und konnten durch Theis auf 76:79 verkürzen. Nachdem Goddek mit seinem anschließenden Dreierwurf scheiterte, hatten die Fuggerstädter alle Möglichkeiten, um mit dem letzten Angriff noch eine Verlängerung herbeizuführen. Doch zu seinem brauchbaren Wurfversuch kam es nicht mehr. Um kurz vor 21 Uhr war eine knapp zweistündige emotionale Achterbahnfahrt und somit die Zweitligasaison 2012/2013 für die Weißenhorn Youngstars zu Ende.


Punkteverteilung:

Weißenhorn Youngstars:
Theis (27 P.), Butler (14 P.), Vojkovic (14 P.), Jönke (12 P.), Gausa (5 P.), Shtein (4 P.), Dorsch, Leitner, Müller

Topscorer Leverkusen:
Parker (35 P.), Eggleston (13 P.), Twiehoff (13 P.)

Bericht: Matthias Sauter