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Youngstars sorgen für Osterüberraschung in Wedel


Die Weißenhorner Siegesserie in den Play-offs der 2. Basketball-Bundesliga ProB hält an. Im ersten Viertelfinalspiel gewannen sie am Ostersonntag beim SC Rist Wedel mit 74:66 (37:32). Durch einen weiteren Erfolg am kommenden Samstag (15 Uhr, Dreifachturnhalle) könnten die Youngstars somit bereits in das Halbfinale der Aufstiegsrunde einziehen.


Wieder einmal sorgten die jungen Wilden aus der Fuggerstadt, die seit dem Wechsel von Myles Hesson zu ratiopharm ulm als einziges ProB-Team komplett ohne Ausländer antreten, für mächtig Furore in der laufenden Saison. Einen Auswärtssieg beim Tabellenzweiten der ProB-Nord, der als extrem heimstark gilt und fünf der letzten sechs Partien für sich entscheiden konnte, hatten nur wenige Basketballexperten den Youngstars zugetraut. Umso größer war nach dem gewonnen Spiel die Freude bei Trainer Tim Lewis: „Wir wollten nach der sehr langen Fahrt unbedingt mit einem Sieg im Gepäck die Rückreise antreten. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die taktisch und kämpferisch heute überzeugt hat.“ Lewis' Team legte in Wedel eine äußerst effiziente Spielweise an den Tag.Von lediglich 14 Dreierversuchen fielen sieben Würfe durch die Reuse. Außerdem konnten 20 der 40 zwei-Punkte-Würfe erfolgreich abgeschlossen werden. Lewis: „Gerade bei den Distanzwürfen muss ich heute unserem Center Maksym Shtein ein Lob aussprechen, der vier von fünf Würfen im Korb versenkte und unserem Spiel mit seiner ganzen Routine gut getan hat.“ Wie in allen anderen Spielen auch war für Lewis eine gute Verteidigungsleistung der Schlüssel zum Erfolg. Vor allem in den ersten drei Vierteln gab es an der Defense seines Teams nichts auszusetzen, da der Gegner jeweils weit unter 20 Punkte gehalten werden konnte. „Wir sind das gesamte Spiel über sehr konzentriert aufgetreten und haben uns keine Schwächephase erlaubt. Das war wichtig, denn ansonsten hätten wir gegen ein Topteam wie Wedel nicht bestehen können.“

Die Anreise der Weißenhorner Mannschaft am Tag vor dem Play-off-Viertelfinale zahlte sich gleich zu Beginn der Begegnung aus: Das Team von Tim Lewis startete ausgeruht in die Partie und war sofort an beiden Enden des Spielfeldes präsent. Center Makysm Shtein war der Mann der ersten Minute auf Weißenhorner Seite. Er traf per Korbleger, Freiwurf und schließlich aus der Distanz zur 6:0 Führung nach 43 Sekunden. Nachdem das Heimteam seine ersten Punkte erzielt hatte, übernahm Aufbauspieler Till Jönke, der am Ende mit 24 Punkten Topscorer war, das Kommando in der Offensive. Mit ebenfalls sechs Punkten erhöhte er den Vorsprung der Youngstars auf 12:4. Der Traumstart in das Viertelfinalspiel war perfekt. Ab Mitte des ersten Viertels legte der SC Rist Wedel aber seine anfängliche Abschlussschwäche immer mehr ab und kam Punkt für Punkt an die Fuggerstädter heran. Durch einen 8:0-Run glich der Gastgeber 50 Sekunden vor Ende der ersten zehn Minuten auf 16:16 aus. Die letzte Aktion des ersten Abschnitts gehörte Marcel Heberlein, der von der Freiwurflinie zum 18:16 traf. Mit einem Dreier zum 19:18 eröffnete Harold Johnston das zweite Viertel. Allerdings hatte die Führung der Nordlichter nicht lange Bestand, denn zwei Minuten später brachte Jönke durch einen Nahdistanzwurf die Weißenhorner mit 22:21 in Front. Eine äußerst starke Phase hatten die Youngstars ab 3:50 Minuten vor der großen Pause. Brian Butler und Jönke schlossen vier Angriffe in Folge erfolgreich ab und bauten die Führung auf 35:25 aus. Mit ihrer harten Verteidigung zwangen die Weißenhorner den Gegner während dieses Laufes zu drei Ballverlusten. Zur Halbzeit lagen sie mit 37:32 vorne.

In den ersten Minuten nach der Halbzeit lief es weiterhin rund bei den Fuggerstädtern. Nach Punkten von Shtein und Marcel Heberlein hieß es bereits 42:32 für Weißenhorn. Zwei Minuten später waren es Till Jönke und Kay Gausa jeweils mit Würfen von jenseits der 6,75-Meter Markierung, die den Vorsprung auf 12 Punkte hochschraubten (48:36). Der Sport Club kam offensiv nur noch sporadisch zum Zuge und konnte den inzwischen hohen Rückstand nicht entscheidend verkürzen. Folglich ging das dritte Viertel wieder klar an die Weißenhorner, die vor den letzten zehn Minuten komfortabel mit 57:46 führten. Allerdings wollte es Rist Wedel im letzten Spielabschnitt noch einmal wissen und kam nach zweieinhalb Minuten wieder auf Schlagdistanz heran (53:59). „Es war für mich klar, dass Wedel bis zur letzten Minute kämpfen wird und wir uns unserer Sache nicht zu sicher sein dürfen“, sagte Lewis. Jedoch kippte das Spiel nicht mehr – im Gegenteil: Durch drei Punkte von Shtein und vier Punkte von Butler setzten sich die Youngstars Mitte des letzten Viertels wieder auf elf Zähler ab (66:55). In der Schlussphase passierte nicht mehr allzu viel, was auch mit den vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten zusammenhing. Als schließlich eine Minute vor der Sirene Shtein per Dreier auf 70:57 erhöhte, gab es am Ausgang des Spiels keine Zweifel mehr.


Punkteverteilung:

Weißenhorn Youngstars:
Jönke (24 P.), Butler (19 P.), Shtein (18 P.), Heberlein (6 P.), Albus (4 P.), Gausa (3 P.), Leitner, Müller, Vojkovic

Topscorer SC Rist Wedel:
Böke (15 P.), Johnston (15 P.)

Bericht: Matthias Sauter

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