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Die erste Etappe ist geschafft


Hauptsache gewonnen: Im ersten Spiel der Aufstiegsrunde haben sich die Weißenhorn Youngstars gestern Nachmittag in der Dreifachturnhalle gegen die Baskets Braunschweig knapp mit 66:61 (25:27) durchgesetzt. Über weite Strecken der Partie hatten die Fuggerstädter große Probleme mit den extrem gut eingestellten Gästen und fanden keinen Rhythmus. Erst in den letzten Minuten wurde das Team von Tim Lewis stärker und traf alle wichtigen Würfe. Durch einen Sieg im zweiten Spiel in Braunschweig (Freitag, 17.15 Uhr) könnten die Fuggerstädter bereits in das Viertelfinale der Play-offs einziehen.


Wirkliche Begeisterung wollte beim ersten Weißenhorner Play-off-Spiel seit zwei Jahren nicht aufkommen. Speziell in der ersten Hälfte bekamen die Fans in der gut gefüllten Dreifachturnhalle eine zähe Partie zu sehen, die nicht immer hochklassig war. „Dieses Spiel hat heute nicht viel Spaß gemacht. Wir haben teilweise schlecht zusammengespielt, was auch daran lag, dass wir diese Woche ohne Chris Grosse und Daniel Theis trainiert haben und sie erst in die Mannschaft integriert werden mussten“, sagte Center Maksym Shtein. Wie wichtig der Einsatz von Theis und Grosse dennoch war, zeigte am Ende die Spielstatistik: Theis kam auf 18 Punkte und 16 Rebounds, Grosse steuerte 13 Punkte zum Erfolg bei. „Ohne die beiden wäre es heute schwierig geworden. Sie waren äußerst wertvoll und hatten entscheidenden Anteil am Sieg“, so Trainer Lewis. Wie schon gegen Langen überzeugten die Youngstars nicht gerade durch Treffsicherheit – aus dem Feld landeten nur 40 Prozent aller Würfe im Korb, von jenseits der 6,75-Markierung trafen die Youngstars lediglich vier Würfe. „Trotz der durchwachsenen Vorstellung können wir mit unserer Verteidigung zufrieden sein. Wir haben den Gegner in der zweiten Halbzeit gedoppelt und nur wenige einfache Würfe zugelassen“, sagte Shtein.

Gegen die Baskets, die ohne ihre Toptalente Dennis Schröder und Erik Land in Weißenhorn antraten, kamen die Weißenhorner nur schwer in die Gänge. Zwar erzielten die Youngstars die ersten fünf Punkte der Partie, jedoch machten die Gäste einen etwas frischeren Eindruck. „Wir haben viele Angriffe einfach nicht nach Plan durchgezogen und einige grundlegende Sachen falsch gemacht“, so Lewis. Nach einem 9:0-Lauf der Baskets Mitte des ersten Viertels zum 5:9 nahm der Youngstars-Coach seine erste Auszeit, die allerdings nur mäßig Wirkung zeigte. Die Gäste hatten das Geschehen im Griff konnten sich vor allem auf die Punkte ihres Flügelspielers Howard Sant-Roos verlassen. Nach dem ersten Viertel führte Braunschweig mit 15:13. Auch im zweiten Abschnitt war das Spiel der Youngstars zu berechenbar. Jedoch konnten die Gäste daraus nur wenig Kapital schlagen. Sie verpassten es, sich abzusetzen und lagen meistens mit ein oder zwei Punkten vorne. Zur Halbzeit hieß es 27:25 für Braunschweig.

Dass Trainer Lewis alles andere als einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft war, unterstrich die lange Halbzeitansprache. Erst gut drei Minuten vor Beginn des dritten Viertels kamen die Spieler wieder aus der Kabine zurück. Trotz aller guten Vorsätze begann auch der dritte Abschnitt schleppend. Lukas Meisner traf per Dreier nach zwei Minuten zum 30:25, 20 Sekunden später erzielte der Small Forward das 32:28 für sein Team. Schneller und konzentrierter traten die Youngstars ab Mitte des dritten Viertels nach der Einwechslung von Chris Grosse auf. Sie legten einen 10:0-Run hin und setzten sich innerhalb weniger Minuten auf 42:33 ab. Jedoch platzte der berühmte Knoten nach wie vor nicht wirklich. Die Gäste ließen sich nicht unterkriegen und konnten das Spiel wieder drehen. Mit einem 45:44 für Braunschweig ging es in das letzte Viertel. Dieses lebte von seiner Spannung. Keine der beiden Mannschaften konnte sich einen entscheidenden Vorteil erspielen, ständig wechselte die Führung. Als aber beim Spielstand von 60:59 für die Youngstars Chris Grosse seine beiden Freiwürfe versenkte und er nach einem misslungenen Braunschweiger Angriff auch noch einen Nahdistanzwurf traf, konnten sich die Weißenhorner eine Minute vor der Sirene auf 64:59 absetzen. Zwar war der Sieg noch nicht in trockenen Tüchern, allerdings hatten die Braunschweiger in Folge wenig Glück mit ihren Würfen. Den Erfolg besiegelte Till Jönke 38 Sekunden vor Ende von der Linie. „Das war keine Glanzleistung, aber im Endeffekt zählt nur der Sieg“, befand Shtein.


Punkteverteilung:

Weißenhorn Youngstars:
Theis (18 P.), Grosse (13 P.), Jönke (13 P.), Butler (10 P.), Heberlein (5 P.), Gausa (4 P.), Shtein (3 P.), Leitner, Vojkovic

Topscorer Braunschweig:
Sant-Roos (15 P.), Heise (12 P.)

Bericht: Matthias Sauter

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