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Dezimierte Youngstars verlieren in Lich



Im vorletzten Auswärtsspiel vor Beginn der Play-offs sind die Weißenhorn Youngstars arg unter die Räder gekommen. Sie verloren bei den Licher Basket-Bären klar mit 74:98 (36:52). An allen Ecken und Enden fehlte der Weißenhorner Spielmacher Till Jönke, der aufgrund einer starken Erkältung nicht nach Hessen mitreisen konnte. Ohne Jönke hatten die Youngstars große Probleme im Spielaufbau und konnten kein einziges Viertel für sich entscheiden.


Neues Spiel, altes Problem: Wie schon vor Wochenfrist gegen Nördlingen bekamen die Youngstars die gefährlichen Distanzschützen des Gegners nicht in den Griff und kassierten im gesamten Spiel 12 Dreier. „Lich hatte heute viele offene Würfe, die uns sehr schmerzten. Oftmals resultierten die Dreier aus Fast-Breaks“, fasste Doppellizenzspieler Kay Gausa zusammen. Die Bierstädter übten häufig großen Druck auf die Weißenhorner aus, als diese in Ballbesitz waren. Daraus resultierten 15 Ballverluste, die die Youngstars merklich aus dem Konzept brachten. Gausa: „Durch Tills Ausfall hat einfach die gewohnte Struktur gefehlt. Wir sollten aber die Niederlage nicht überbewerten und werden auf keinen Fall in Panik verfallen.“

Schon die Anfangsminuten verliefen aus Weißenhorner Sicht äußerst ungünstig: Zwar brachte Gausa sein Team per Korbleger in Führung, doch anschließend lief gar nichts mehr zusammen. Die Licher überlisteten die Defensive der Youngstars am laufenden Band und legten einen 15:0-Lauf hin. Vor allem die beiden Guards Mathias Perl und Willis Gardner konnten die Fuggerstädter in dieser Phase nicht stoppen. Erst nach einer Auszeit von Tim Lewis kamen die Youngstars offensiv wieder zum Abschluss. Allerdings nur sporadisch, was zur Folge hatte, dass sich die Basket-Bären weiter absetzen konnten. Das erste Viertel ging mit 29:15 klar an das Heimteam. Zu Beginn des zweiten Abschnitts war das Bemühen der Youngstars, den Rückstand zu verkürzen, deutlich spürbar. Myles Hesson übernahm das Kommando auf dem Parkett und machte vor der Pause fast alle Punkte auf Weißenhorner Seite. Eine wirkliche Aufholjagd konnten die Weißenhorner aber nicht starten, da die Licher weiterhin das Geschehen bestimmten und routiniert ihre Angriffe vortrugen. Besonders schmerzlich war ein Dreier von Viktor Klassen drei Sekunden vor der Pause, der dadurch den 52:36 Halbzeitstand besiegelte.

Im dritten Viertel versuchten es die Fuggerstädter vermehrt mit Würfen aus der Distanz und das mit Erfolg. Insgesamt vier Dreier erzielten sie, doch der Rückstand schmolz trotzdem nicht. Wie schon vor der Pause verhielten sich die Youngstars zu harmlos in der Verteidigung. Spätestens als Jermale Jones Mitte des dritten Viertels einen Distanzwurf zum 67:46 verwandelte, lagen die Weißenhorner fast aussichtslos im Hintertreffen. Auch in der verbleibenden Spielzeit des dritten Abschnitts behielten die Licher ihren komfortablen Vorsprung bei und starteten beim Stand von 75:56 in die finalen zehn Minuten. In diesen flammte nochmals kurzzeitig etwas Hoffnung für die Youngstars auf, nachdem Gausa nach gespielten 13 Sekunden per Dreier auf 16 Punkte verkürzen konnte. Die Licher antworteten aber im Gegenzug mit sechs Punkten in Folge und machten damit den Sack zu. In den letzten Minuten war die Spannung endgültig raus. Jedoch spielte das Heimteam bis zur Schlusssirene hochkonzentriert weiter und sicherte sich nach der 58:68 Hinspielniederlage den direkten Vergleich.

Punkteverteilung:
Weißenhorn Youngstars:
Hesson (31 P.), Gausa (11 P.), Vojkovic (10 P.), Butler (9 P.), Dorsch (4 P.), Shtein (4 P.), Heberlein (3 P.), Müller (2 P.)

Topscorer Licher Basket-Bären:
Jones (23 P.), Klassen (20 P.), Dörr (13 P.), Swanson (13 P.)

Bericht: Matthias Sauter