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Youngstars zeigen mitreißende Leistung in Dresden

Die Weißenhorn Youngstars sorgen weiterhin für Furore in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Bei den Dresden Titans gewannen sie gestern Abend mit 90:81 (40:41). In einer Partie, die lange Zeit offen war, trafen die Fuggerstädter in den letzten Minuten alle entscheidenden Würfe. Bemerkenswert: Trainer Tim Lewis hatte lediglich sieben Spieler zur Verfügung – fünf davon standen 38 Minuten und mehr auf dem Parkett.

„Es war eine taktische Meisterleistung von Tim. Er hat seine sieben Spieler perfekt auf den Gegner eingestellt“, lobte der Weißenhorner Heimspielorganisator Jochen Seif den Trainer der Youngstars. Dieser gab das Lob direkt an seine Mannschaft weiter: „Jeder ist heute an seine Grenzen gegangen und hat eine absolute Topleistung abgeliefert.“ Das Rezept zum Erfolg war wieder einmal eine geschlossene Mannschaftsvorstellung und eine harte Verteidigung. „Wir haben unsere Systeme in der Defensive öfters gewechselt und dadurch Dresden überrascht“, so Lewis. Obwohl die Weißenhorner aus der Distanz nur einen einzigen Wurf versenkten, schafften sie es am Ende auf 90 Punkte. Das hatten sie vor allem dem Briten Myles Hesson zu verdanken, der auf insgesamt 34 Punkte kam und außerdem 19 Rebounds zum Sieg beisteuerte. Lewis: „Myles hat zur Zeit einen richtigen Lauf und zeigt kontinuierlich ein hohes Niveau.“

Die Youngstars legten in Dresden einen Start nach Maß hin: Durch Punkte von Hesson und Till Jönke führten sie nach zwei Minuten bereits mit 6:0. Im Laufe des ersten Viertels konnten sie sich weiterhin leicht vom Heimteam absetzen – nach einem Korbleger von Hesson betrug der Vorsprung acht Punkte (19:11). Die Weißenhorner überzeugten durch ihr flinkes Spiel und durch ein schnelles Umschalten von Verteidigung auf Angriff. Doch allmählich wurden die Titans stärker und verkürzten bis zum Ende des ersten Abschnitts auf 20:23. Zu Beginn des zweiten Viertels setzten die Dresdner ihre gute Phase fort und glichen zunächst nach drei Minuten zum 27:27 aus. Nur 50 Sekunden später gelang dem Ex-Ulmer Alexander Heide die erste Führung für seine Mannschaft (29:28). Im Folgenden traf Dresden beinahe jeden Wurf und zog auf 37:30 davon. Doch nach einer Auszeit von Tim Lewis fingen sich die Weißenhorner wieder. Hesson, Jönke und Gausa brachten ihr Team zur Halbzeit bis auf einen Punkt an Dresden heran (41:40 für Dresden).

Gleich zu Beginn des dritten Viertels glichen die Youngstars in Person von Hesson zum 41:41 aus. Sie agierten jetzt wieder zielstrebiger bei ihren Offensivaktionen und leisteten sich weniger Ballverluste als noch vor der Pause. Mitte des zweiten Viertels lagen die Weißenhorner mit 56:52 in Front, kurze Zeit später erhöhte Gausa auf 65:58. Allerdings ließen sich die Gastgeber auch diesmal nicht abschütteln. Nach einem Buzzer-Beater von Jason Boucher, der einen Wurf von der Dreierlinie verwandelte , betrug der Rückstand der Dresdner vor Beginn der letzten zehn Minuten nur noch zwei Punkte (67:65 für Weißenhorn). Spannung und Dramatik für das vierte Viertel war garantiert. Dieses begann äußerst ungünstig für die Youngstars: Schon nach wenigen Sekunden eroberten sich die Titans wieder die Führung zurück. Durch einem getroffenen Korbleger von Andrew Jones hieß es zwischenzeitlich sogar 77:71 für Dresden. Aber auch diesmal ließen sich die Youngstars nur wenig beeindrucken und machten den Rückstand wieder wett. In der Schlussphase konnten die Weißenhorner auf Brian Butler zählen, der zunächst das 83:80 erzielte (2:05 Min. vor der Sirene) und eine Minute vor Spielende auf 85:81 erhöhte.
Bei Dresden lief in der letzten 60 Sekunden aus dem Spiel heraus gar nichts mehr zusammen – alle Würfe verfehlten ihr Ziel. Dagegen behielten die Youngstars ihre Nerven an der Freiwurflinie und konnten schließlich einen verdienten 90:81 Auswärtssieg feiern. Trainer und Team lagen sich nach der Sirene noch minutenlang in den Armen.


Punkteverteilung:

Weißenhorn Youngstars:
Hesson (34 P.), Jönke (21 P.), Gausa (17 P.), Butler (9 P.), Shtein (9 P.), Dorsch, Müller

Topscorer Dresden:
Boucher (16 P.), Heide (14 P.), Jones (14 P.)


Text: Matthias Sauter

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