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Befreiungsschlag dank Krämers großem Abend

Angeführt von David Krämer – der in Kirchheim einen Saison-Rekord aufstellt – beendet die OrangeAcademy ihre Negativserie und bleibt durch den 82:88-Sieg im Rennen um den Klassenerhalt.

Am Ende war David Krämer nicht einmal von einem harten Block aus der Bahn zu werfen. Nachdem der Guard kurz zuvor schmerzhaft an einem Kirchheimer Screen hängen geblieben war, netzte er wenig später die entscheidenden vier Freiwürfe eiskalt ein. Damit machte der Ulmer Topscorer einen individuell spektakulären Abend (38 Punkte – Saisonbestwert in der Zweiten Liga) und das Ende der Ulmer Niederlagenserie perfekt. „David hat heute sehr konstant gespielt und die Big Plays für uns gemacht“, so ein erleichterter Danny Jansson nach dem 82:88-Sieg in Kirchheim. Krämers Schlussoffensive war indes nur das i-Tüpfelchen hinter einem Württemberg-Duell, das die OrangeAcademy streckenweise kontrolliert hatte. Nach einem 6:12-Start lag der Tabellen-15. bis zur Pause (42:44) fast durchgehend in Führung. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich dann ein Krimi – bis im letzten Viertel Ulms Nummer 44 sein Team mit 16 Punkte schulterte. „Dennoch war das ein Sieg des ganzen Teams“, betonte Coach Jansson, der dann aber doch noch einen zweiten Ulmer herausstellte: „Joschka Ferner ist im Training umgeknickt, wollte aber unbedingt spielen und ist mit großem Charakter vorangegangen. Das war eine Einstellung, die sich auf das ganze Team übertragen hat.“ 

Spielverlauf: Eine Anfangsphase, die sich aus Ulmer Sicht vielversprechend anließ, war eine Ko-Produktion von Björn Rohwer und David Krämer. Mit 7 bzw. 5 Punkten war das Duo allein verantwortlich für einen 6:12-Start der Gäste (4.). In der Folge fiel die körperliche Überlegenheit der Kirchheimer aber immer stärker ins Gewicht, die vor allem durch Elijah Allen und Andreas Kronhardt (6 Punkte) regelmäßig am Korb scorten. Nach einem 13:5-Lauf war es Nils Mittmann, der die OrangeAcademy mit 5 Punkten bis zum Viertelende im Spiel hielt (25:24). Kirchheim zog anschließend zwar die Zügel noch einmal an und erhöhte mit einem 8:0-Run auf 33:25 – doch Ulm ließ sich nicht abkochen: Mittmann und Krämer antworteten mit zwei Dreiern, und kurz darauf beendete Nico Möbus einen rasanten 2:12-Lauf mit dem Jumper zum Führungswechsel (35:37, 17.). Ein dünnes Polster, das die Ulmer bis zur Pause verteidigten.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen zunächst Kirchheims Import-Spieler: Corban Collins und Keith Rendleman drehten die Partie mit einem 8:2-Lauf (50:44, 22.). Doch dann war David-Krämer-Time angebrochen: Mit 8 Punkten und einem Assists brachte der Ulmer Topscorer sein Team zurück ins Spiel – und mehr als das: Nach Krämers Dreier zur Führung (52:54, 24.) konnte sich das Jansson-Team bis auf 53:62 (26.) absetzen. Doch in der Folge ging Ulm der Faden verloren, und Kirchheim kam peu-a-peu zurück. Zum Start ins Schlussviertel legte Rendleman zum 60:60-Ausgleich ab. Es entwickelte sich eine Schlussphase auf des Messers Schneide: Einen Dreier von Kirchheims Barton zum Führungswechsel beantwortete Mittmann mit dem „Crowd Silencer“ zum erneuten Ausgleich (74:74, 37.); und als der nicht zu bändigende Krämer 8 weitere Zähler nachlegte, war der Sieg zum Greifen nah (78:84, 40.). Nach zwei Ballverlusten durfte Kirchheim noch einmal kurz Hoffnung schöpfen (84:82) – doch erneut der überragende Krämer blieb an der Freiwurflinie (insgesamt 17/18) cool.

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Es hat großen Spaß gemacht, wieder zu gewinnen. Das war heute ein Sieg des ganzen Teams. Wir hatten – außer im zweiten Viertel – keine schlechte Phase, sind sehr konzentriert geblieben und haben konstant gut verteidigt. David Krämer hat das Spiel heute auf sich zu kommen lassen und so früh einen guten Rhythmus entwickelt. Genauso möchte ich aber Joschka hervorheben, der trotz seiner Verletzung unbedingt auflaufen wollte. Ich hoffe, dass uns dieser Sieg für die letzten Saisonwochen einen Schub gibt.“

Es spielten: David Krämer (38 Punkte, 17/18 Freiwürfe), Nils Mittmann (14, 7 Rebounds), Björn Rohwer (13, 6), Marcell Pongo (12, 9, 6 Assists), Nicolas Bretzel (5, 7 Rebounds), Nico Möbus (3), Christoph Philipps (2), Till Pape (1), Joschka Ferner, Marius Stoll, Jason George, Zach Ensminger.

Foto: Langer/Archiv.

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