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Leistung stimmt – Belohnung bleibt aus

Die OrangeAcademy zeigt beim 79:82 (34:43) gegen Playoff-Anwärter Hamburg eine starke zweite Hälfte, kann sich in den Schlussminuten jedoch abermals nicht für ihre Leistung belohnen.

Die Crunchtime bleibt in der Saison 2017/18 der Gegner, an dem sich die OrangeAcademy wiederholt die Zähne ausbeißt. Wie schon zwei Tage zuvor in Hanau (65:58) verlor das jüngste Team der Liga auch am Sonntag gegen Hamburg die Partie auf der Zielgeraden. „Wir konnten unser Niveau leider nur für 30 bis 35 Minuten halten“, konstatierte Topscorer Marcell Pongo (26 Punkte) nach der 79:82-Niederlage, die zwischen den Minuten 36 (70:67) und 40 (72:79) ihren Lauf nahm. Dabei hatten die Schwaben nach einem Durchhänger im zweiten Viertel und einem 34:43-Rückstand zur Pause die richtige Reaktion gezeigt und den dritten Durchgang mit 27:17 dominiert. Den Unterschied machte dann am Ende vor allem die größere Physis der „Towers“, die sich 13 Offensiv-Rebounds schnappten (Ulm: 6) und 35 Mal an die Freiwurflinie gingen (13). „In der ersten Halbzeit hatten wir große Probleme beim Rebound. Am Ende waren es dann auch die sechs Ballverluste im Schlussviertel, die das Spiel entschieden haben“, so Head Coach Danny Jansson.

Spielverlauf: In Hanau war der Dreier noch die Ulmer Problemzone gewesen – gegen Hamburg war er anfangs ein Erfolgsrezept: Nach zwei Distanztreffern von Ferner und Pongo war ein 12:6-Start (5. Minute) perfekt. Zu einem Erschwernis wurde allerdings, dass das Jansson-Team früh in Foulprobleme geriet: 7 Freiwürfe nutzte Hamburg zu einem 8:0-Run (12:13, 6. Minute) und schließlich zur 18:20-Viertelführung. Es wurde nun eine zerfahrene Partie, die von vielen Foulpfiffen und wenigen Highlights geprägt war; erst sechs Körbe in Folge brachten Mitte des Viertels Schwung in ein Spiel, das die „Towers“ vor allem mit ihrer Physis kontrollierten (24:29, 15.). Zwei spektakuläre Einzelaktionen von Krämer konterten die Gäste mit klug ausgespielten Plays, die den Ulmer Rückstand wieder auf zehn Zähler anhoben (29:39, 18.).

Doch die OrangeAcademy kam mit einem Mehr an Energie aus der Kabine: Ein 12:2-Lauf, den Krämer und Rohwer im Alleingang abwickelten (je 6 Zähler), kippte die Partie und zwang Hamburg zur Auszeit (46:45, 24.). Dieser Run entfachte eine neue Dynamik: Das agile Big-Men-Duo Bretzel und Pape sorgte mit einer 6:0-Serie dafür, dass die Hausherren eine 61:60-Führung mit ins Schlussviertel nahmen. Und besonders Pape blieb auffällig: Mit einem Dreier sorgte der 20-Jährige für die höchste Führung seit dem ersten Viertel (68:63, 33.). Das Ulmer Team warf nun alles in die Waagschale – auch defensiv: Krämer fischte aus schier aussichtsloser Situation einen Korbleger per Block aus der Luft und hielt damit eine 70:69-Führung fest (38.). Doch offensiv kam in der entscheidenden Phase Unsicherheit ins Ulmer Spiel: Während die Gäste durch den allgegenwärtigen Freese die Führung ergatterten (70:72, 39.), leisteten sich die Hausherren zwei Ballverluste. Auf der Gegenseite nutzten Freese und Williams die Ulmer Foulbelastung aus und besiegelten mit Freiwürfen die 9. Ulmer Niederlage in Folge (72:79, 40.). 

Quotes
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Diese Niederlage ist bitter, weil uns wie schon in Hanau die letzten Minuten den Sieg gekostet haben. Wir hatten im Frühjahr leider viele Spiele, die wir hoch verloren haben; ich habe das Gefühl, dass uns dadurch nun die Erfahrung fehlt, wie man enge Spiele gewinnt. Wir konnten im dritten Viertel unser Rebound-Problem beheben und so in Führung gehen. Wir hatten das Spiel in unseren Händen – leider haben wir es im letzten Viertel wieder hergeschenkt.“

Es spielten: Marcell Pongo (26 Punkte, 7 Assists, 4/5 Dreier), David Krämer (19), Björn Rohwer (11), Till Pape (10, 7 Rebounds), Joschka Ferner (5), Nils Mittmann, Nicolas Möbus (3), Nicolas Bretzel (2), Christoph Philipps, Marius Stoll, Jason George, Mate Fazekas.

Foto: Langer.

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