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Derby-Punkte bleiben in Ehingen

Im Regionalderby gegen das TEAM EHINGEN URSPRING ist die OrangeAcademy 37 Minuten lang gleichauf, verliert in der Schlussphase aber den Anschluss und damit das Spiel (94:81).

Der Abstiegskampf in der Zweiten Liga ProA ist offener denn je. Die OrangeAcademy verlor am Sonntagabend das Derby gegen Ehingen mit 94:81 (44:41) und muss den nun punktgleichen Donau-Rivalen damit im Klassement an sich vorbeiziehen lassen. In einem abwechslungsreichen und engen Lokalduell brach dem jüngsten Team der Liga die Schlussphase das Genick: Hatte die OrangeAcademy bis zur 37. Minute gleichauf gelegen (76:76), zogen die „Steeples“ anschließend mit einem 9:0-Lauf vorentscheidend davon. „Am Ende wollte es Ehingen mehr – und wir sind ein wenig in den Panikmodus verfallen und haben dann leider auch noch den direkten Vergleich verloren“, so die Analyse von Interimscoach Chris Ensminger, der den am Knie operierten Danny Jansson vertrat. Während die Gäste auf ihren Head Coach verzichten mussten, erwies sich bei Ehingen Neuzugang Achmadschah Zazai (17 Punkte, 11 Assists) als Zünglein an der Waage. „Zazai hat Ehingen mit seiner Erfahrung viel gegeben. Wir dagegen haben die Fehler eines jungen Teams gemacht“, so Chris Ensminger.

Spielverlauf: Auf einen guten Start der Ehinger, die mit 7:4 (3. Minute) vorlegten, zeigten die Gäste die richtige Reaktion: Zwei Dreier durch Mittmann und Pongo brachten das Ulmer Teamspiel in Gang; nach zwei schön herausgespielten Layups war Ehingen endgültig zur ersten Auszeit gezwungen (7:14, 6.). Die brachte dann mehr Fluss ins Spiel der Hausherren, die sich bis zum Viertelende auf 19:23 heranrobbten. Und nach der Pause änderten sich die Kräfteverhältnisse endgültig: Während das Ulmer Spiel gegen die Ehinger Zonen-Verteidigung ins Stocken kam, pushten Yebo und Lacy Ehingen zur Führung (27:23, 13.). Die „Steeples“ hatten nun Selbstvertrauen getankt, und ließen einen 10:0-Lauf folgen, den erst eine Auszeit von Chris Ensminger unterbrach (37:25). Und die zeigte Wirkung: Mehr defensiver Einsatz – den „Terrier“ Tim Köpple vorlebte – erlaubte Ulm einen 3:8-Lauf. Und als Köpple kurz vor der Halbzeit seinen ersten Dreier traf, war Ulm beim Stand von 44:41 endgültig wieder im Spiel.

Und ebenso „scharf“ kam Ulm auch aus der Kabine: Vier Mittmann-Punkte und ein „and one“ von Rohwer drehten das Spiel (44:48, 22.). Doch wenngleich der starke Rohwer fünf weitere Punkte nachlegte und Ulm sich kurzzeitig bis auf 49:58 (24.) absetzen konnte, blieb das Spiel eng: Angeführt vom routinierten Achmadschah Zazai setzte sich Ehingen bis zum Viertelende wieder in Führung (65:62). Doch zum Start in den Schlussdurchgang bekam Ulm wieder Oberwasser: Pongo und Krämer tankten sich mehrmals stark zum Korb durch und ermöglichten einen 10:0-Lauf, der die Partie wieder drehte (70:72, 33.). Der Vorentscheid im Regional-Krimi fiel dann in der 37. Minute – zu Ungunsten der Gäste: Bei ausgeglichenem Spielstand traf erst Yebo einen Dreier, dann nutzte Ehingen ein Überzahl-Spiel zu einem „and one“ (82:76). Als dann Lacy einen weiteren schweren Distanzwurf ins Gesicht von Chrissi Philipps traf, war der Ulmer Rückstand auf 85:76 angewachsen (37.).

Quotes
Chris Ensminger (Head Coach OrangeAcademy): „Der Ausgang des Spiels ist enttäuschend, weil wir eine große Chance hatten zu gewinnen. Wir sind gut gestartet, sowohl in das erste als auch das dritte Viertel und haben über unsere Defensive einfache Würfe kreiert. Leider haben wir uns dann etwas zurückgelehnt und phasenweise zu einfache Würfe abgegeben. Am Ende wollte es Ehingen mehr – und wir sind ein wenig in den Panikmodus verfallen und haben dann leider auch noch den direkten Vergleich verloren. Das tut weh, aber das ist ein junges Team, das daraus lernen wird.“

Es spielten: Marcell Pongo (18 Punkte, 7 Assists), Björn Rohwer (17), Nils Mittmann (15, 6 Rebounds), Till Pape (10), David Krämer (9), Christoph Philipps (5), Joschka Ferner (4, 6), Tim Köpple (3), Nicolas Bretzel, Marius Stoll, Jason George, Nicolas Möbus.

Foto: Langer.