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Spiel verloren, aber Kampfgeist bewiesen

Nach einem 19-Punkte-Rückstand zur Halbzeit verliert die OrangeAcademy mit 61:91 (25:44) gegen den starken Mitaufsteiger aus Karlsruhe.

Im dritten Spiel der Saison bleibt die OrangeAcademy zum zweiten Mal sieglos. Gegen die PS Karlsruhe, die mit einem runderneuerten Kader um BBL-Veteran Richie Williams am Kuhberg auflief, fand das jüngste Team der Liga vor 700 Zuschauern am Kuhberg zunächst keinen Offensiv-Rhythmus und handelte sich einen 19-Punkte-Halbzeitrückstand ein (25:44). Nach 15 Ballverlusten und einer 28-prozentigen Wurfquote in Hälfte eins gab sich das Ulmer Team allerdings kämpferisch und zeigte im Schlussviertel (22:23) einen sichtbaren Aufwärtstrend. „In dieser Phase haben wir eine positive Energie entwickelt und schnell gespielt. So müssen wir konstant auftreten“, meinte Coach Danny Jansson nach der 61:91-Niederlage. „In den ersten drei Vierteln war Karlsruhe heute allerdings viel stärker und konzentrierter als wir.

Spielverlauf: In einer zerfahrenen Anfangsphase dauerte es vier Minuten, bis die OrangeAcademy durch Nicolas Möbus zum ersten Korb und damit mehr Stabilität kam (3:7). David Krämer brachte sein Team in der 6. Minute dann sogar auf einen Zähler heran (9:10). Was den Faden aber schnell wieder reißen ließ, waren die vielen Ballverluste der Hausherren; so bekam Karlsruhe immer wieder einfache Wurfchancen und nutzte diese zur 12:24-Führung. Die jungen Ulmer rannten damit früh einem zweistelligen Rückstand hinterher, der nach dem 6. Karlsruher Dreier seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte (19:36, 16.). Weil die erfahrenen Gäste vor der Halbzeit nochmal einen 8:1-Lauf hinlegten, stand nach 20 Minuten ein deutliches 25:44.

Wie schon in Hälfte eins brauchte Ulm nach der Pause lange, bis der erste Wurf saß; beim Korbleger durch Joschka Ferner waren die Badener schon auf 27:55 enteilt (24.). Dann kam das Academy-Team offensiv jedoch besser in Tritt und schloss das Viertel mit einem 10:4-Lauf ab. Der Rückstand schien zu diesem Zeitpunkt zwar uneinholbar (29:68, 30.), doch ihren Kampfgeist bewahrten sich die Jansson-Männer trotzdem: Ein Mittmann-Layup – vorbereitet vom 16-jährigen Timo Lanmüller – leitete einen 16:5-Run ein, der auf 60:81 verkürzte (37.). Weil Coach Jansson sein Aufgebot in den Schlussminuten immer weiter verjüngte, konnten die Gastgeber diesen Lauf allerdings nicht aufrechterhalten.

Quotes:
Danny Jansson (Head Coach OrangeAcademy): „Wir sind ein junges Team, und das hat man heute gesehen – speziell am Anfang. Wir hatten im ersten Viertel sicherlich acht oder neun leichtfertige Ballverluste, die ein so routinierter Gegner natürlich direkt bestraft. Karlsruhe wird noch vielen Teams Probleme bereiten. Auf der anderen Seite können wir es viel besser. Im letzten Viertel haben wir eine positive Energie entwickelt und schnell gespielt. So müssen wir konstant auftreten. Das ist ein Reifeprozess, den wir jetzt durchlaufen müssen.“

Es spielten: Marcell Pongo (14 Punkte, 4 Assists), David Krämer (13), Joschka Ferner (8), Björn Rohwer (7, 6 Rebounds), Nils Mittmann (7), Nicolas Möbus (6), Till Pape, Christoph Philipps (je 3), Marius Stoll, Mate Fazekas, Nicolas Bretzel, Timo Lanmüller.

Foto: Archiv/Langer.